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Nepal Studienreisen

Land der topographischen Extreme

Mit Erhebungen zwischen 70 bis 8850 Meter am Gipfel des Mt. Everest ist Nepal durchschnittlich das höchstgelegene Land der Erde. Neben dem Mt.Everest finden sich im nepalesischen Teil des Himalayas noch neun weitere Achttausender. 22 Gipfel des Landes überragen die 7000 Meter und 250 Berge sind über 6500 Meter hoch. Bezüglich seines Naturraums lässt sich das Land in drei Hauptregionen einteilen. So nimmt die Hochgebirgsregion 65 Prozent, das zentrale Mittelland 15 Prozent und das Terai, das südliche Tiefland, 20 Prozent der Gesamtfläche Nepals ein. Diese Gliederung in drei Naturräume ist auch untrennbar mit den wirtschaftlichen und ethnischen Besonderheiten des Landes verknüpft.

Die Hochgebirgsregion

In dieser Region befinden sich die acht höchsten Berggipfel der ganzen Erde. Aufgrund der gegebenen Höhe sind in der Hochgebirgsregion im Sommer zahlreiche menschliche Siedlungen bis zu einer Höhe von 5000 Meter anzutreffen. Verglichen mit dem Terai und dem zentralen Mittelland ist gerade in den westlichen Teilen der Hochgebirgsregion Nepals der Human Development Index teils deutlich geringer. Klimatisch zeichnet sich die Region durch arktischen bis alpinen Charakter aus. In Verbindung mit hohen Monsunniederschlägen und der damit verbundenen Erosion der Böden wird eine erfolgreiche Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen für die Bevölkerung schwer möglich. Aufgrund des Fehlens einer funktionierenden Landwirtschaft treten in der Hochgebirgsregion immer wieder Nahrungsmitteldefizite auf. Hinsichtlich der Mobilität ist dieser Region in Ermangelung an asphaltierten Straßen auch heute noch das Gehen zu Fuß die am weitest verbreitete Art der Fortbewegung.

Das Mittelland

Das Mittelland erreicht Höhen bis zu 3000 Meter und gilt durch seine hohe Reliefenergie ebenso als äußerst verkehrsfeindlich. Anbindungen an Straßen haben nur die Hochtäler von Pokhara und Katmandu sowie drei Bergdörfer. Neben den drei Inlandsflughäfen im Mittelland befindet sich in Kathmandu der einzige internationale Flughafen in ganz Nepal. Nichtsdestotrotz leben im Mittelland, welches historisch als Kernsiedelgebiet Nepals gilt, 45 Prozent der Bevölkerung auf nur 30 Prozent der Landesfläche. Eine Besonderheit des Mittellandes liegt in den unterschiedlichen Bedingungen für die Landwirtschaft. Dabei kommt es auf engstem Raum zu teils stark divergierenden Ausprägungen wichtiger Faktoren wie Klima und Bodenbeschaffenheit.

Das Terai

Die dem Himalaya parallel vorgelagerten Bergketten Mahabharat und Siwalik lassen das Mittelland in das südliche Tiefland, das Terai, übergehen. Auf Höhen von 70 bis 150 Meter entlang der indischen Grenze gelegen, ist das Terai dank seines subtropisch- bis tropischen Klimas mit den heftigen Monsunregen der Naturraum mit den meisten Niederschlägen. Dass sich das Terai in den letzten Jahrzehnten zu wirtschaftlich und demografisch wichtigsten Region in Nepal entwickelte, zeigt die Tatsache, dass hier auf lediglich 14 Prozent der Landesfläche insgesamt 47 Prozent der Bevölkerung leben. Gerade die Landwirtschaft profitiert im südlichen Tiefland dabei vom ganzjährig frostfreien Klima, den fruchtbaren Böden und den Möglichkeiten zur Bewässerung von Feldern. Neun Inlandsflughäfen mit einer Direktanbindung in die Hauptstadt Katmandu sowie die als Mahendra-Highway bezeichnete Autobahn von Osten nach Westen sorgen für die infrastrukturellen Vorteile des südlichen Tieflandes.