Der Chitwan National Park (UNESCO-Weltnaturerbe)

Chitwan-Nationalpark auf der Karte

Der Chitwan Nationalpark wurde 1973 als erster Nationalpark des Landes gegründet. Chitwan ist eines der wenigen unberührten Gebiete der Rerai-Region und hat eine besonders reiche Flora und Fauna.

Der Chitwan Nationalpark beherbergt mehr als 700 Arten verschiedenster Tiere und ist einer der letzten Orte der Welt, in dem das einzeln-gehörnte Nashorn und der bengalische Tiger leben. Weitere hier lebende gefährdete Tierarten sind der Leopard, der Wildhund, das Schweinrotwild, Affen, Otter und die Dschungelkatze. Der Chitwan National Park beherbergt zudem über 350 verschiedene Vogelarten und mehr als 99 verschiedene Fischarten. Der Park umfasst 932 Quadratkilometer subtropisches Tiefland.

Bereits 1958 wurde ein Teil des Gebietes zum Nashornschutzgebiet erklärt. 60 Prozent des Gebietes des Parks werden durch einen Salwald beherrscht, welcher einen Rest des Terai Waldes darstellt. Auf den Hügeln des Gebiets befinden sich Kiefern, Palmen und Bambusse. 20% des Parks wird durch Grasland gebildet, das aus über 50 verschiedenen Grasarten besteht. Hierzu gehören einige, der weltweit höchsten Gräser, beispielsweise das als Elefantengras bezeichnete Ravennagras, Pfahlrohr, Schilfrohr und viele Arten verschiedener Süßgräser. Das Saccharum spontaneum gehört zu den Grasarten, die als erstes die neu entstandenen Sandbänke besiedeln. Diese werden jedoch mit den jährlichen Monsunfluten weggeschwemmt.

Die niedrigen dichten Gebüsche aus Schönfrüchten, Lossträuchern und indischen Stachelbeeren bieten einer Vielzahl von Arten Unterschlupf und Schutz. An den nördlich ausgerichteten Hängen wachsen Sträucher wie Dalbergien, Flügelsamengewächse, Balsambaumgewächse, Schlingpflanzen und diverse kriechende Pflanzen.

1984 wurde der Chitwan Nationalpark zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

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